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Als Flucht- und Beutetier äußern Pferde nur sehr selten Schmerzen. Bei Wildpferden zum Beispiel wurde nur ein Stöhnen bei der Geburt eines Fohlens beobachtet, ansonsten geben diese Pferde keinerlei Laut von sich.

Auch unsere domestizierten Pferde äußern die Schmerzen eher selten, so dass wir schon sehr genau hinsehen müssen. Denn Pferde zeigen ein sogenanntes Schmerzgesicht: Die Gesichtsmuskulatur ist angespannt, die Augen sind klein und wirken abgestumpft und abwesend. Dadurch entstehen kleine Fältchen um die Augen herum. Zudem wirken die Nüstern angespannt und schmaler, da sie sich durch die Schmerzen in regelmäßigen Abständen zurückziehen und weiten. Pferde die Schmerzen haben beißen meist die Zähne zusammen bzw. Knirschen mit den Zähnen, so dass sich die Kaumuskulatur in Streifen zeigt. Die Unterlippe ist dabei angespannt und nach unten gezogen. Die Ohrmuscheln zeigen meist nach hinten unten, als würde das Pferd in sich hinein hören. Ein wirkliches Ohrenspiel ist nicht mehr zu beobachten.

Anmerkung: Bei einer Kolik stehen die Ohren relativ aufrecht, zeigen aber leicht nach hinten zu einer bestimmten Seite.⠀
Natürlich können sich Schmerzen bei Pferden auch durch anderes Verhalten äußern, zum Beispiel durch Steigen, Scheuen oder Buckeln. Aber auch Verspannung in Hals- und Rückenmuskulatur bis hin zum Schweifansatz, Lahmheit und Schon-/Entlastungshaltung, geringe Bewegungsaktivität, Zittern, Teilnahmslosigkeit, veränderte Atem- und Herzfrequenz, Schwitzen, Ruhelosigkeit, vermehrtes Schweifschlagen, sich ständig wiederholendes Kopfschütteln, Schweiß einklemmen oder wiederholtes sehen zu Flanke.

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